Das Herz des Reiches

Auf nach Codonactes!

19. Pelor

Da Ezekiel für die Lösung der letzten Aufgabe Passierscheine nach Codonactes für die ganze Gruppe erwirken konnte, kann die Reise in die Hauptstadt weitergehen. Unterwegs kommt man sich ein wenig näher und lernt sich besser kennen, ein gewisses Misstrauen zwischen einigen Gruppenmitgliedern bleibt jedoch. So kommt es zu kleineren Streitereien zwischen Bo und Elly, die mittlerweile sehr gut gelernt hat, dass große blaue Augen bei Gulper einiges bewirken können, und dies auch ungeniert zu ihrem Vorteil einsetzt. Ein unterwegs gestohlener Bollerwagen, gezogen von dem gutmütigen Halb-Ork, dient der Dame mittlerweile als Gefährt und Bo als ein weiterer Grund, bei Ezekiel über sie zu lästern.


Nach einer Weile treffen die Fünf auf eine Gruppe von 30 bis 40 Menschen, von denen ein großer Teil Symbole der unterschiedlichsten Zünfte trägt. Im Schutze einer Horde Soldaten kommen diese offensichtlich aus Codonactes und bewegen sich in Richtung Medem. Während der Rest der Gruppe sie relativ unbeeindruckt hätte passieren lassen, kann Gulper seine Neugier nicht zügeln und spricht sie an. Doch viel ist aus den Zunftmeistern nicht heraus zu bekommen, und so setzt man seinen Weg randwärts fort.


Leider bleibt es nicht lange bei dieser einen Begegnung. Ein lautes Rascheln und Knacken im Gebüsch zu ihrer Rechten lässt die Gruppe wachsam werden. Und tatsächlich handelt es sich bei den Verursachern der Geräusche nicht bloß um gewöhnliche Waldtiere, sondern um vier kleine fiese Dämonen. Sofort gerät die Gnomin in Panik und versteckt sich im nächsten Gebüsch auf der anderen Seite des Weges, während ihre Kameraden sich in den Kampf stürzen. Zunächst scheint die Lage aussichtslos. Es dauert nicht lange, bis Ezekiel bewusstlos zu Boden geht. Elly überwindet sich zwar, aus ihrem Versteck zu kriechen um ihm zu helfen, doch Ezekiel droht ihr unter den Händen wegzusterben. Erst mit Hilfe des Zwerges gelingt es, seine Blutungen soweit zu stillen, dass keine akute Lebensgefahr mehr besteht. Zugleich erscheinen wie aus dem Nichts weitere Dämonen. Letztlich ist es wohl vorwiegend Gulper zu verdanken, der wie ein Löwe zeitweilig gegen drei Dretches zugleich kämpft, dass alle diesen Kampf überleben.


Nachdem die Angreifer geschlagen sind, beschließt die Gruppe, zunächst die Nacht einzuläuten und zu rasten, um sich zu regenerieren und neue Kräfte für den letzten Teil der Reise zu sammeln. Während ihre vom Kampf geschwächten Kameraden den Schlaf der Gerechten schlafen, führt Elly jedoch noch etwas im Schilde. Still und heimlich stiehlt sie den “Vergrößerungsstab” aus Thergrims Rucksack. Die Tat bleibt vorerst unbemerkt, da der etwas morgenmuffelige Zwerg seine Habseligkeiten vor der Weiterreise nicht wirklich genau kontrolliert.

20. Pelor

In Codonactes angekommen trennen sich die Wege der Abenteurer vorerst. Ezekiel findet für die Nacht Unterschlupf bei seiner Glaubensgemeinschaft. Gulper möchte gern ins Theater gehen. Elly schließt sich ihm an, damit er keinen Blödsinn macht. Zunächst müssen die beiden allerdings ein Badehaus aufsuchen, da sie von der Reise dreckig und zerrupft sind und in diesem Zustand an der Tür des Hauptstadttheaters abgewiesen werden. Der Abend verläuft ohne größere Zwischenfälle und schließlich finden auch die beiden ihren Weg in eine Herbege im Brückenviertel und ins Bett.


Bo zieht derweil durch die Straßen der Stadt und begegnet bald einer Halblings-Prostituierten. Er beginnt ein Gespräch mit ihr und lässt sich von ihr zu ihrem Boss, dem Halbling Urdrauk, führen, dessen Vertrauen er sich mit einer aberwitzigen Aktion zu erkaufen versucht: Er soll die Sonnenscheibe von einem Altar aus einem Pelor-Tempel stehlen und ins Hauptquartier des Schurkenanführers bringen. Das Glück ist tatsächlich auf seiner Seite und er kann noch in der selben Nacht Urdrauk seine Beute präsentieren. Zufrieden kehrt Bo danach ebenfalls in ein Gasthaus ein und begibt sich zur Ruhe.


Thergrim hat sich auf den Weg zu seinem Schwipp-Schwager 22. Grades gemacht, mit dem er zunächst ein wenig allgemeinen Klatsch und Tratsch aus der Großfamilie austauscht. Man diskutiert über die skrupellosen Zunftmeister, die den Händlern an der Straßensperre für kleines Geld ihre Waren abkaufen und sie in der Stadt zu horrenden Preisen wieder unter die Leute bringen. Außerdem kann sein Verwandter Thergrim nützliche Hinweise geben, woher er mehr Informationen über das mysteriöse Verschwinden der Zwergenfrauen bekommen könnte: Es heißt, am Hafen lebe ein uralter Zwerg, der sich möglicherweise noch an die Zwerginnen erinnern könnte. Dieser steht schon lange außerhalb der sonst so eingeschworenen Zwergengemeinschaft und betrinkt sich angeblich den lieben langen Tag mit dem billigsten Fusel, den die Hafenschänken zu bieten haben.

Der Tag endet letztlich für alle Mitglieder ohne große Katastrophen, die Chancen stehen also gut, dass sich am nächsten Tag alle am vereinbarten Treffpunkt im Brückenviertel einfinden werden.

Comments

ChristophMoser

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.